Stimmen zur Sommerakademie

Erwartungen

Manfred Brandl, Graz

Das ist meine erste SAK – schwierig zu sagen was ich mir erwarte. Jedenfalls erwarte ich mir einen g`scheiten Input von den Vortragenden der zu intensiven Diskussionen führt. Es geht darum Handlungsalternativen zu erkennen, Anregungen für konkrete umsetzbare Politik! Die Betrachtung der jeweils anderen Primärinteressen, also der ökologischen und der sozialen Interessensphären, hier sollte eine Annäherung passieren. Optimal wäre, wenn wir drauf kommen, dass die gar nicht so weit von einander entfernt sind.

Ulrike Feichtinger, Gmunden

Mein Thema ist das Thema Lebensqualität, damit habe ich mich auch bei den internen Wahlen für die Nationalratswahlliste vorgestellt. Hier geht es einerseits um objektive Rahmenbedingungen und um subjektive Wahrnehmung. Mich interessiert die Verbindung zwischen Lebensqualitätsforschung und Grünen, Grüner Politik.

Klaudia Paiha, Wien

Als erstes fällt mir das Stichwort „erhellend“ ein. Erhellend, weil es ein brennendes Thema ist, wie ökologische und soziale Fragen unter einen Hut zu bringen sind. Insbesondere freue ich mich auf Marina Fischer-Kowalski und bin insgesamt gespannt, welche Schlüsse gezogen werden. In der Gewerkschaftsarbeit wird das ja oft als Widerspruch dargestellt. Ich wünsche und erwarte mir daher noch mehr „Futter“ für die Argumentation.

Gernot Zeitlinger, Niederösterreich

Ich habe mich immer schon mit der Frage der Nachhaltigkeit in der Energiepolitik beschäftigt. Ich erwarte mir Inputs, Hintergründe, Argumentationen insbesondere von Dennis Meadows – auch für Diskussionen mit der Bevölkerung.

Persönliche Schlussbemerkungen

Judith Kovats, Salzburg

Sehr gut organisiert, stringente und überlegte Abläufe an einem wunderschönen Ort! Wo ich selber am Schluss an meine Grenzen gekommen bin, ist, wie ich diese ganzen Inputs verarbeiten kann. Ich erinnere mich an die SAK vor ein paar Jahren in Altmünster/OÖ, da hat es alternativ zu den Workshops Themenwanderungen gegeben. Hier hätte sich ev. angeboten eine Wanderung mit dem Thema Auswirkungen des Klimawandels konkret vor Ort  angeboten oder z.B. Verstecke von Widerstandskämpfern in den Bergen zu besuchen. (Anmerkung: Im Rahmenprogramm der SAK wurde ein Teil der OÖ Landesausstellung in Strobl besichtigt der dem Widerstand im Salzkammergut gewidmet ist.) Sehr gut habe ich die vorbereitenden Workshops und auch die begleitende Homepage empfunden!

Brita Zethner, Burgenland

Für mich war die Verständlichkeit der Vortragenden sehr unterschiedlich, Dennis Medows war sehr gut verständlich. Ich komme aus Schweden und Deutsch ist nicht meine Muttersprache. Langsamer sprechen, nichts verschlucken, Beispiele auf einfache Strukturen runter brechen – das wäre für mich wichtig. Was bedeutet etwa Verteilung für den einfachen Mann / die einfache Frau von der Straße – ich lebe jetzt in einer kleinen Gemeinde im Burgenland. Mir ist hier aufgefallen, dass es auch bei den Grünen ein gewisses Bildungs- (Klassen-?) Bewusstsein gibt. In Schweden ist das nicht so, da bin ich anders geprägt. Inhalte müssen für die Leute so vermittelt werden dass sie merken, da hab ich was davon!

Christina Jahn, Graz

Ich ziehe ein positives Resumée. Mir war die Zusammenschau des Themas Klimawandel und Gerechtigkeit sehr wichtig. Für uns Grüne steht das Thema der Verteilungsgerechtigkeit und Arbeitszeitverkürzung an dass wir das Grün intern weiter diskutieren. Neben ökologischen Aspekten müssen wir verstärkt soziale Perspektiven uns ansehen und natürlich ist die Diskussion der Demokratiefrage überfällig. Vor allem das Referat von Daniel Hausknost hat mir gut gefallen und war sehr anregend.

Lätitia Gratzer, Oberösterreich

Super. Die Art der Vorbereitung habe ich sehr qualifiziert gefunden. Man hat gemerkt, dass die ReferentInnen in der Vorarbeit mit eingebunden waren. Es haben sich alle auf das Nachhaltigkeits-Dreieck bezogen und so wurden alle Aspekte des Themas beleuchtet. Nebenbei war es in einem sehr schönen Haus, bei sehr schönem Wetter an einem sehr schönen See!